Schlagwort: Digitale Verwaltung

OZG: Erfolgreiche Umsetzung braucht IT-Service-Management-Know-how und Strukturen

Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) ist in vollem Gang. 575 Leistungsbündel sollen demnächst für die Bürger*innen digital zur Verfügung stehen. Um die Vielzahl der neuen Leistungen effektiv betreiben und weiterentwickeln zu können, braucht die Digitalisierung der Verwaltung in Deutschland spezialisierte Prozesse des IT-Service-Managements. Auch die Beteiligten auf Fachseite müssen neue Befähigungen entwickeln, so dass Strukturen für eine anhaltend erfolgreiche Umsetzung entstehen.

KOP: Digitale Blaupause für Kommunen aus Schleswig-Holstein

Die kommunale OZG-Plattform (KOP) steht für ein wegweisendes Projekt, um die Digitalisierung der Verwaltung in Deutschland voranzubringen. Die vom Land Schleswig-Holstein und dem IT-Verbund Schleswig-Holstein (ITV.SH) in Auftrag gegebene und unter Open Source-Lizenz entwickelte Plattform bietet Kommunen die Möglichkeit, Anträge aus Online-Diensten selbstständig bearbeiten zu können. Die Vorteile: Reduktion von Arbeitsaufwänden, Kollaborationsmöglichkeit zwischen den einzelnen Kommunen sowie eine Weiterleitung der digitalen Anträge an Fachverfahren. Um die technischen Anforderungen von über 150 Kommunen abzubilden, wurde KOP als Cloud-System entwickelt. Die Applikation kann deutschlandweit eingesetzt und somit nachgenutzt werden.

mgm auf dem Nordländer-Kongress

Zum dritten Mal in Folge findet der Nordländer-Kongress statt – in diesem Jahr zum ersten Mal als Präsenzveranstaltung. Der Kongress zur Digitalisierung der Verwaltungen der norddeutschen Bundesländer wird vom Behörden Spiegel veranstaltet und findet am 05. September in Rostock statt. Daher steht er 2022 auch unter der Schirmherrschaft von Staatssekretärin Ina-Maria Ulbrich, Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. mgm ist als Partner des Kongresses mit einem Stand in der begleitenden Ausstellung vertreten. Darüber hinaus wird einer unserer Kollegen eines der zehn Fachforum mitgestalten.

NEGZ-Kurzstudie: Potenzial für Process Mining in der öffentlichen Verwaltung

Die Digitalisierung der deutschen Behörden hat inzwischen ein breites Lösungsspektrum: von schnell und 1:1 digitalisierten analogen Formularen, bis vollständig neu gedachten Services und Prozessen. Wie gut diese funktionieren, ist oftmals aber nicht klar. Eine neue Kurzstudie des Nationalen E-Government Kompetenzzentrums untersucht das Potenzial von Process Mining.

EfA-Dienste im OZG: Plötzlich sind wir Service Manager!

Das Onlinezugangsgesetz (OZG) soll bis Ende des Jahres umgesetzt sein, wobei das „Einer für alle“-Prinzip eine wichtige Rolle spielt. Doch: Anbietende Länder müssen Strukturen für Betrieb und Weiterentwicklung aus dem Boden stampfen, während sich etwa nachnutzende Länder fragen, wie sie eigentlich > 100 EfA-Dienste von 14 verschiedenen Ländern und für unterschiedliche Nutzer im eigenen Land sinnvoll und effizient steuern sollen? IT-Service-Management (ITSM) wird zu wenig Gewicht beigemessen. Dabei kann die Verwaltungswelt von der Wirtschaft lernen.

OZG 2.0: Fokus sollte auf dem dauerhaften Betrieb verlässlicher Software liegen

Mit dem Ablauf der OZG-Frist Ende 2022 tritt die Verwaltungsdigitalisierung in eine neue Phase. Bisher lag der Schwerpunkt darauf, die identifizierten 575 Verwaltungsleistungen erstmals überhaupt online bereitzustellen. Spätestens jetzt sollte sich der Fokus auf den dauerhaften Betrieb verlässlich laufender, anpassbarer – und langfristig finanzierbarer – Software verschieben. Denn die größten Aufwände von Software entstehen nicht bei der initialen Entwicklung.

Fokus auf End-to-End-Anwendungen ebnet Weg für effektive OZG-Umsetzungen

Beim Onlinezugangsgesetz (OZG) steht die Nutzerzentrierung im Vordergrund – grundsätzlich ein richtiger Ansatz. Doch nur wenn die Digitalisierung der Verwaltung in allen Bereichen erfolgt, kann sie verlässlich analysiert und verbessert werden. Das fängt vor den Online-Anträgen für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen an.

Kongress Digitaler Staat 2022 – mgm@OZG

Endlich wieder live – und neue Location: Beim Kongress "Digitaler Staat" steht Anfang Mai das Berliner Congress Center (bcc) ganz im Zeichen von eGovernment, OZG und den nächsten Schritten der Verwaltungsdigitalisierung. "Post-Corona: Chancen zur Neuaufstellung" hat der veranstaltende Behörden Spiegel die zweitägige Veranstaltung am 3./4. Mai übertitelt. mgm ist mit einer Lounge in der Ausstellung präsent und diskutiert bei zwei Fachforen mit der Branche.

Erste Ergebnisse der NEGZ-Kurzstudie zu Process Mining vorgestellt

Unter der Überschrift „Wie Pommes ohne Ketchup: Digitalisierung ohne Process Mining – auch in der Verwaltung“ fand Anfang Dezember das 16. Brown-Bag-Meeting des Nationalen E-Government Kompetenzzentrums (NEGZ) statt. Prof. Dr. Frank Morelli, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Pforzheim und Sobiah Abdullah, Masterandin an der Hochschule Pforzheim im Studiengang Master Information Systems, stellten gemeinsam erste Ergebnisse der Kurzstudie „Process Mining in der Verwaltung“ vor.

Neue Webapp unterstützt Bayerische Kommunen beim Handling von E-Rechnungen

Seit Mitte Juli 2020 haben viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von öffentlichen Einrichtungen in Bayern eine wichtige Hilfe: Mit dem Dienst „E-Rechnung in Bayern“ unter e-rechnung.bayern.de können sie nun elektronische Rechnungen von Lieferanten und Dienstleistern in einem hochsicheren Internetdienst validieren und visualisieren. Damit erfüllt die Webapp die Richtlinie 2014/55/EU der Europäischen Union.