Selbstbestimmte Identitäten (Englisch: Self-Sovereign Identity, SSI) sind in vielen Branchen Teil von Pilotprojekten und Forschungsvorhaben oder bereits in der Umsetzung. Die Vorteile sind überzeugend: voll-digital, dezentral, transparent und fälschungssicher. Auch ein Forschungsprojekt des Bayerischen Landesamts für Steuern gemeinsam mit der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und mgm technology partners hat sich mit den Möglichkeiten der SSI-Technologie befasst.

Ende April 2021 wurde ein umfangreiches Whitepaper vorgestellt, das auf der Studie beruht. In dieser Videopräsentation erklärt Ansgar Knipschild, bei mgm unter anderem mit Innovationsthemen befasst, die Grundzüge von SSI, zeigt potenzielle Möglichkeiten eines digitalen Nachweises und demonstriert dann den Prototypen aus der Studie. Länge: 26:30 Minuten

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SSI für digitale und sichere Nachweise

Der Fokus der Studie liegt beispielhaft auf einem digitalen Umsatzsteuernachweis. Ausländische Händler, die auf einem Markplatz Waren verkaufen, benötigen einen solchen Nachweis, um Steuerbetrug vorzubeugen: Sie müssen dem Marktplatz in Deutschland regelmäßig den jeweiligen Umsatzsteuernachweis einreichen. Die Studie unter Federführung des Bayerischen Landesamts für Steuern (BayLfSt) und Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales beleuchtet den Einsatz von SSI für diese nationalen und internationalen Nachweisketten.

Denn aktuell ist es dabei vielfach wie oft üblich: Nachweise jeglicher Art werden per E-Mail um den Erdball geschickt, im Zweifelsfall auch per Fax oder gar per Post. Egal ob persönliche Daten, geschäftliche oder eben steuerrechtliche Bestätigungen – die Übermittlung auf Papier- oder Dateibasis ist nicht maschinenlesbar, fehleranfällig und bedarf zigfacher manueller Nacharbeit. Und absolut fälschungssicher ist es auch nicht. Der SSI-Ansatz ist ein neuer Lösungsversuch.

Download: Whitepaper-SSI@LfSt-StMD-FAU-FIT-mgm

Projektpartner zusammen mit mgm:

Die Ergebnisse der Studie wurden am 27. April 2021 im Rahmen der Veranstaltung „Digitales Ich: Selbstbestimmte Identitäten im Netz“ (Online, 15:00-17:00 Uhr) des Blockchain Bayern e. V. der Öffentlichkeit vorgestellt. Eröffnet und eingeleitet wurde die Veranstaltung von der Bayerischen Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach sowie Prof. Dr. Florian Matthes, 1. Vorstand des Blockchain Bayern e. V.

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