Artikel-Serie „Die IT-Organisation der Zukunft“

Warum die Grenzen Ihrer IT-Organisation ins Wanken geraten, und warum Sie diese Grenzen neu überdenken sollten, welche Einflussfaktoren es auf die IT-Organisation gibt, und welche Auswirkungen diese Einflussfaktoren auf die IT-Organisation und damit auf die Grenzen der selbigen haben, erläutern unsere Experten in der Artikel-Serie „No Border Control – Die IT-Organisation der Zukunft kennt keine Grenzen“:

Tobias Richwien ist seit 8 Jahren Berater für Strategisches IT Management bei mgm consulting partners in Hamburg. Zuvor hat er schon Erfahrung mit IT-Organisationen, IT-Services und insbesondere dem Controlling von IT-Kosten gesammelt. Dabei war er in seinen Projekten im Umfeld großer Konzerne, mittelständiger Unternehmen aber auch in der öffentlichen Verwaltung unterwegs. Seine Themenschwerpunkte hat er in dieser Zeit deutlich über IT-Kosten und KPIs hinaus entwickelt und stellt sich aktuellen Herausforderungen rund um die IT-Organisation der Zukunft, Business Capabilities und der Digitalen Transformation.

Artikel 1: No Border Control: warum lösen sich die Grenzen in der IT-Organisation der Zukunft auf?

Für die aktuellen Herausforderungen der Digitalisierung braucht es starke visionäre, gut vernetzte und kreative Führungskräfte in der IT-Organisation – meist angeführt von einer/m CIO. Doch wer steht dahinter? Ist Digitalisierung nicht Mannschaftssport? Ja klar! Also steht hinter der/dem CIO die gesamte IT-Organisation! Aber wer oder was ist die sogenannte „IT-Organisation“? Warum gibt es Grenzen zwischen IT und den „Anderen“? Und warum gehen wir davon aus, dass  sich diese Grenzen auflösen? Aktuell kennen wir die IT-Organisation meist klar abgegrenzt im funktionalen Organisations-Chart des Unternehmens. Teilweise sogar als eigene legale Einheit in einer separierten IT-Service GmbH. Wir sagen jedoch:

Mr. Gorbatchow, CIO, tear down this wall!“ (frei nach Ronald Reagan)

Betrachtet man den Aufbau von IT-Organisationen in Unternehmen, so finden sich immer wieder die verschiedensten Arten von Grenzen. Legale Grenzen, räumliche Grenzen, fachliche Abgrenzung, prozessuale Trennung oder hierarchische Ebenen um nur ein paar Beispiele zu nennen. Traditionell verlaufen die Grenzen ja immer zwischen Geschäftsprozessen bzw. Fachbereichen und dem Dienstleister, der den Support liefert. Gesteuert wie ein Cost Center und mit klarer Fokussierung auf die effiziente und qualitative Erbringung von IT-Dienstleistungen an eine Kundenorganisation. Doch dieses Bild ist schon länger von gestern, denn die Services der IT-Organisation haben schon längst Einzug gehalten in die eigentlichen Produkte oder Dienstleistungen der Unternehmen, und damit in die Geschäftsmodelle. Um Antworten auf die IT-Organisation der Zukunft zu bekommen, sollten wir vor allem bestehende Grenzen hinterfragen.

„Welcome to ‚No Border Control!‘“ (frei nach dem Schengener Abkommen)

Klar ist, dass IT-Organisationen mit sehr großen Umwälzungen konfrontiert sind, sei es durch die vielfältigen Aspekte der Digitalisierung, beschleunigter globaler Wettbewerb, technologische Megatrends wie die Cloudification, „grenzenloses“ Global Sourcing oder eben auch durch globale Ereignisse wie die Covid-19 Pandemie. IT-Organisationen befinden sich mehr denn je in einer VUCA-Welt in der Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit vorherrschen und das Handeln bestimmen. Das zeigt sich zum Beispiel durch einen deutlich gesteigerten und beschleunigten Wettbewerb, welcher erfordert bisher sequentiell ausgeführte Prozesse zu parallelisieren. Auch die generelle Zunahme von Komplexität in der IT ebenso wie komplexere Anforderungen an spezielle Lösungen fordern ein interdisziplinäres Zusammenarbeiten über die Grenzen der IT-Organisation hinaus. Diese Forderung wird noch bestärkt durch die weiter steigende Kundenorientierung aller Prozesse, Dienstleistungen und Services. Grenzen scheinen hier eher hinderlich zu sein, um Informationen schnell fließen zu lassen.

Auch technologische Aspekte wirken sich direkt auf die Grenzen der IT-Organisation aus. So erfordert das gesamte Feld von „XaaS“ einen anderen Umgang mit Service Providern und dem Business – etwas, dass nicht einfach durch etwas Feinjustierung an Steuerungsprozessen erledigt ist. Zuletzt sticht ein immer zentralerer Engpass in der IT-Organisation hervor: der Mensch. Nicht nur die Herausforderung Ressourcen zu finden und ins Unternehmen zu bringen treibt die Verantwortlichen für die IT-Organisation um, sondern auch die Notwendigkeit Führung und Kollaboration – auch über Firmen- und Abteilungsgrenzen hinweg – neu zu denken. Da gibt es ebenso einen spürbaren Engpass an richtigen Zielen, richtigen Maßnahmen und der richtigen Kultur, um selbstbewusst der Zukunft entgegenblicken zu können. Diese Situation erfordert eine gestalterische Auseinandersetzung mit der eigenen IT-Organisation und ihren Grenzen. Wann ist das notwendig?

„Nach meiner Kenntnis … sofort, unverzüglich!“ (frei nach Günter Schabowski)

Den großen Einflussfaktoren auf die IT-Organisation und ihre Grenzen haben wir jeweils einen eigenen Artikel gespendet, um ein Bild von der IT-Organisation der Zukunft zu gewinnen. Die Artikel sind das Ergebnis unsere eigenen Recherchen, Projekterfahrungen und der Diskussion „wie sieht die IT-Organisation der Zukunft aus?“ welche wir aktuell mit vielen unserer Kunden und Partnern führen.

Gerne laden wir auch Sie dazu ein, mit uns zu diskutieren. Rufen Sie mich an, mailen Sie mir unter: info@mgm-cp.com oder treffen Sie mich am 27. und 28.09.2021 auf der Rethink!IT 2021 in Berlin. Denn dort sprechen wir mit CIOs und anderen Entscheidern in der IT- und Unternehmenswelt über die IT-Organisation der Zukunft.

 

Share