Zuletzt aktualisiert am: 28. April 2026
Digitale Souveränität ist kein Selbstzweck. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Verwaltungen handlungsfähig bleiben, Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern abbauen und die eigene IT langfristig nach eigenen Anforderungen weiterentwickeln können. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass der Weg von der politischen Forderung zur technischen Umsetzung oft steiniger ist als erwartet, zumal Bund, Länder und Kommunen häufig noch in unterschiedliche Richtungen ziehen.
Am 12. Mai 2026 ist Markus Michels, Senior Program Manager Open Source bei mgm technology Partners, als Referent beim Live-Webinar „Wie werden Bund, Länder und Kommunen gemeinsam souverän?” auf eGovernment.de dabei. Das Webinar findet von 10:00 bis 11:30 Uhr statt und beleuchtet sowohl die politische als auch die technische Dimension des Themas mit Impulsen aus Wirtschaft und Verwaltung sowie einer offenen Diskussionsrunde.
Open Source Software ist zentraler Baustein digitaler Souveränität
Ein zentraler Baustein digitaler Souveränität ist der konsequente Einsatz von Open Source Software. Der Unterschied zu proprietären Lösungen ist grundlegend: Quelloffener Code lässt sich prüfen, anpassen und ohne Abhängigkeit von einem einzelnen Hersteller weiterentwickeln. Verwaltungen behalten die Kontrolle über ihre eigene Infrastruktur und sind nicht darauf angewiesen, dass ein externer Anbieter Sicherheitslücken schließt, Schnittstellen offenhält oder Lizenzmodelle stabil hält.
Das allein löst noch keine Koordinationsprobleme zwischen Verwaltungsebenen. Aber es schafft die technische Grundlage, auf der eine gemeinsame Plattformstrategie überhaupt erst funktionieren kann. Es gilt das Prinzip: Eine Verwaltungsebene entwickelt, alle anderen können nachnutzen.
A12: Aus der Praxis in die Open Source Community
Markus Michels wird in seinem Impuls zeigen, wie dieser Ansatz in der Praxis aussieht. Die A12 AI Low Code Plattform von mgm ist seit über 30 Jahren in der öffentlichen Verwaltung im Einsatz und seit vielen Jahren ein zentraler Baustein von ELSTER.
Am 27. Mai 2026 wird A12 als Open Source freigegeben. Das bedeutet: Was bislang im Kern eines der meistgenutzten Verwaltungsportale Deutschlands angetrieben hat, steht nun auch anderen Behörden, Ländern und Kommunen offen zur Verfügung. Transparent, prüfbar, nachnutzbar.
Die Plattform erfüllt die Anforderungen, die im Verwaltungsumfeld nicht verhandelbar sind: Sie unterstützt mehrere Sprachen, ist barrierefrei nach aktuellem Stand der gesetzlichen Vorgaben und bringt native KI-Fähigkeiten mit – kontrollierbar und ohne Black-Box-Mechanismen. Dazu kommt eine modulare Architektur, die es erlaubt, Komponenten unabhängig voneinander einzusetzen und weiterzuentwickeln. Mit der Aufnahme in den Deutschland-Stack kann A12 darüber hinaus Teil der gemeinsam getragenen digitalen Infrastruktur für die öffentliche Verwaltung in Deutschland werden.
Zur Veranstaltung
Das Webinar „Wie werden Bund, Länder und Kommunen gemeinsam souverän?” findet am 12. Mai 2026 von 10:00 bis 11:30 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und die gemeinsame Diskussion.
Weitere Informationen zur Open Source Schaltung von A12 finden Sie hier:





