DATABUND und Digitalministerium unterzeichnen Kooperationsvertrag: Ein starkes Signal für die Verwaltungsdigitalisierung

Zuletzt aktualisiert am: 10. August 2026

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und der DATABUND – Verband der mittelständischen IT-Dienstleister und Softwarehersteller für den öffentlichen Sektor e.V. – haben am 30. Juli 2026 eine offizielle Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Das Ziel ist klar formuliert: Die Digitalisierung und Modernisierung von Staat und Verwaltung soll durch die gezielte Einbindung der Expertise des IT-Mittelstands beschleunigt werden. Als DATABUND-Mitglied ist auch mgm mit dabei.

Jahrelang wurde die öffentliche Verwaltung in Deutschland bei der Digitalisierung hauptsächlich von Großkonzernen und internationalen Plattformanbietern begleitet. Dabei wird ein enormes Potenzial oft übersehen: der spezialisierte, erfahrene IT-Mittelstand. Unternehmen wie mgm besitzen tiefes Branchen-Know-how, jahrzehntelange Projekterfahrung und die Fähigkeit, passgenaue Lösungen für die komplexen Anforderungen von Behörden zu entwickeln – ohne Abhängigkeit von ausländischen Hyperscalern.

Genau hier setzt die Kooperationsvereinbarung an. Die mittelständische IT-Wirtschaft soll künftig strukturiert und frühzeitig in die Entwicklung digitaler Verwaltungsdienste eingebunden werden. Gleichzeitig wird die Expertise dieser Unternehmen für den Aufbau einer souveränen, digitalen Infrastruktur genutzt. Ein Thema, das angesichts geopolitischer Entwicklungen und zunehmender Abhängigkeiten von nicht-europäischen Anbietern politisch höchste Priorität genießt.

Warum ist das für mgm wichtig?

Als Mitglied im DATABUND ist mgm Teil dieser Partnerschaft und profitiert unmittelbar von den neuen Strukturen, die durch die Kooperation entstehen:

  • Direkter Zugang zu politischen Entscheidungsträgern: Der strukturierte Dialog mit dem BMDS ermöglicht es, Erfahrungen und Anforderungen aus realen Verwaltungsprojekten direkt in die politische Gestaltung einzubringen.
  • Frühzeitige Einbindung in Vorhaben: Mittelständische IT-Unternehmen sollen nicht mehr als Nachunternehmer am Ende einer langen Vergabekette stehen, sondern als gleichwertige Partner von Anfang an beteiligt werden.
  • Stärkung digitaler Souveränität: mgm setzt auf offene Standards, Open-Source-Technologien und unabhängige Architekturen. Diese Haltung deckt sich mit dem erklärten Ziel der Kooperation – und verschafft mgm noch mehr Aufmerksamkeit.
  • Mitgestaltung des regulatorischen Umfelds: Über den DATABUND können mgm und andere Mitglieder aktiv an der Entwicklung von Standards, Vergabemodellen und Förderprogrammen mitwirken.
  • Konkreter Beitrag zur Praxis: mgm zeigt, dass Mittelstand nicht nur mitreden, sondern auch liefern kann. Ein aktuelles Beispiel ist das Projekt „A12 Public Sector Plattform“ (PSP), bei dem mgm aktiv zur Entwicklung moderner, interoperabler Verwaltungslösungen beiträgt. Praxisnah und mit konkretem Mehrwert für Behörden.

Verwaltungsdigitalisierung braucht den Mittelstand

Deutschland hat beim Thema E-Government viel Aufholbedarf. Das Onlinezugangsgesetz (OZG), die Registermodernisierung, das Wachstumschancengesetz – die Agenda ist lang und die Anforderungen komplex. Eine erfolgreiche Umsetzung ist nicht möglich, wenn man die Unternehmen außen vorlässt, die das nötige Fachwissen und die technische Umsetzungserfahrung bereits besitzen.

Die Kooperationsvereinbarung zwischen BMDS und DATABUND ist deshalb mehr als ein symbolischer Akt. Sie ist ein Bekenntnis, dass nachhaltige Verwaltungsdigitalisierung nur gelingen kann, wenn Bund, Länder, Kommunen und die spezialisierte IT-Wirtschaft gemeinsam an einem Strang ziehen.

Das gilt auch für den Deutschland-Stack: Die Kooperation schafft den politischen Rahmen, um die bereits vorhandenen Ansätze wie Open-Source-Komponenten, interoperable Schnittstellen und souveräne Infrastrukturlösungen, schnell in die Breite zu tragen, ohne auf 2028 warten zu müssen.

mgm begrüßt diesen Schritt und wird die Chancen, die sich aus dieser Partnerschaft ergeben, aktiv nutzen – für eine moderne, bürgernahe Verwaltung in Deutschland.

Weiterführende Informationen:

Website: A12 für den Public Sector

Nadine Kneschke
Nadine Kneschke ist Teil des mgm-Marketing-Teams und verantwortet verschiedene Themen rund um den Public Sector. Sie schreibt über Digitalisierungsprojekte in Verwaltung und Wirtschaft – dank ihrer langjährigen Erfahrung in der externen Kommunikation sowie in der redaktionellen Berichterstattung erklärt sie komplexe IT-Themen zielgruppengerecht und verständlich.