Zuletzt aktualisiert am: 16. Dezember 2025
Die Digitalisierung in der Industrieversicherung leidet unter unflexibler Standardsoftware. Der Artikel zeigt, wie eine digitale Manufaktur mit Low Code individuelle Versicherungsprodukte effizient modellierbar macht: Underwriter modellieren ihre Fachlichkeit direkt selbst, IT wird zum Betreiber einer digitalen Produktfabrik
Ein Lamborghini wird nicht auf der Fertigungsstraße eines VW Polo gebaut. Diese Vorstellung ist absurd. Doch in der IT der Industrieversicherung ist diese Absurdität Alltag. Hochindividuelle, komplexe Industrieversicherungspolicen werden entweder in unstrukturierten Office-Dokumenten abgebildet (Word, Excel) oder in starre Standardsoftware gezwängt.
Viele Maklerverwaltungsprogramme (MVP) und auch die meisten Softwarelösungen für Versicherer sind für das standardisierte Privatkundengeschäft angelegt. Für die Anforderungen des Industriegeschäfts sind sie schlicht zu unflexibel.
Es ist Zeit für einen Paradigmenwechsel: hin zur automatisierten digitalen Manufaktur für das Industriegeschäft.
Der Systemfehler: Warum Standardsoftware in der Industrieversicherung scheitert
Die zentrale Herausforderung der Industrieversicherung ist ihre Individualität. Jedes Versicherungsprodukt spiegelt die Komplexität der Risikobewertung und des Underwriting wider. Traditionelle Softwareansätze können diese DNA nicht abbilden. Standardsoftware ist effizient, wenn es um Masse geht – aber sie scheitert an der Individualität. Um in die vordefinierten Prozesse zu passen, müssen individuelle Produkt- oder Deckungsmerkmale „irgendwie in die Software hineingebastelt“ werden – oder sie werden gar nicht erst erfasst. Was übrig bleibt, ist ein Kompromiss-Produkt, eine Softwarelösung, die weder den Unternehmens-Kunden noch den Underwriter zufrieden stellt. Software wird so zum Verhinderer, wenn sie eigentlich der Problemlöser sein könnte.
Der Paradigmenwechsel: Modellieren durch Underwriter statt Programmieren durch Entwickler
Die Lösung liegt in einem Ansatz, der Standardisierung und Individualität vereint – in der Flexibilität der Manufaktur und der Effizienz industrieller Fertigung. Als erfahrener und langjähriger IT-Partner von Industrieversicherern, Maklern und Assekuradeuren haben wir bei mgm technology partners dafür eine Bezeichnung: Wir nennen dies die automatisierte digitale Manufaktur und setzen sie mit der Low Code Plattform „A12“ konsequent um.
Wie funktioniert diese digitale Manufaktur als Low Code Ansatz in A12?
Fachexperten werden dank des Low-Code Ansatzes in der Plattform mgm A12 in die Lage versetzt, die Architekten ihrer eigenen digitalen Versicherungsprodukte und -prozesse zu werden. Anstatt Anforderungen zu schreiben, die dann von Entwicklern interpretiert und umgesetzt werden, modellieren Underwriter und Produktverantwortliche ihre Fachlogik direkt in einem System:
- Visuelle Baukästen für Daten, Regeln und Prozesse.
- Direkte Abbildung komplexer Zusammenhänge, ohne Informationsverlust.
- Sofort lauffähige Ergebnisse, die getestet und iterativ verfeinert werden können.
Wie Underwriter Fachlichkeit in Software bringen können, erläutert der Fachartikel: Effiziente Risikobewertung: Die transformative Kraft von Low Code im Underwriting.
Damit wandelt sich die Rolle der IT in der Industrieversicherung
Aus dem ausführenden Umsetzer (Programmierer/Entwickler) wird der Betreiber einer digitalen Produktfabrik. Sie stellt die Plattform bereit, auf der die Fachexperten – und expertinnen schnell, sicher und effizient hochwertige, individuelle Produkte und Prozesse fertigen können.
Der Gewinn: Digitale, individuelle Versicherungsprodukte in Serie
Wenn Fachabteilungen die Möglichkeit erhalten, ihre digitalen Produkte eigenständig zu gestalten, wird die Digitalisierung von einem Hindernis zum kraftvollen Beschleuniger. Der Gewinn liegt darin, digitale Einzelstücke in Serie zu produzieren – also individuelle Lösungen mit industrieller Effizienz zu realisieren. Das Ergebnis: eine messbare Beschleunigung. Neue Deckungskonzepte und Anpassungen können in wesentlich kürzerer Zeit auf den Markt gebracht werden, wie in diesem Beispiel der Köln Assekuranz, wie in diesem Beispiel der Köln Assekuranz. Gleichzeitig wird echte Innovation gefördert, indem die besten Köpfe von bürokratischen IT-Prozessen befreit werden und ihr Wissen direkt in marktfähige Lösungen umsetzen können. Langfristig lässt sich so ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil sichern, indem individuelle Stärken zum digitalen Markenzeichen werden!
FAQ
Warum scheitert Standardsoftware in der Industrieversicherung?
Weil sie für das standardisierte Privatkundengeschäft ausgelegt ist und die Individualität der Industrieversicherung nicht flexibel genug abbilden kann.
Was bedeutet „digitale Manufaktur“ in der Industrieversicherung?
Ein Ansatz, der Individualität und Standardisierung verbindet, sodass hochindividuelle Policen digital modelliert und automatisiert werden können.
Welche Rolle spielt die Low-Code-Plattform A12 als digitale Manufaktur?
Sie ermöglicht es Fachexperten wie Underwritern, ihre eigenen Produkte und Prozesse direkt zu modellieren – ohne Umwege über klassische Softwareentwicklung.
Wie verändert Low Code die Rolle der IT-Abteilung bei Industrieversicherern und -maklern?
Die IT wird vom Umsetzer zum Betreiber einer digitalen Produktfabrik, auf der Fachabteilungen selbstständig Produkte entwickeln können.
Welchen Vorteil haben Unternehmen durch die digitale Manufaktur?
Individuelle Produkte können schneller, effizienter und in höherer Qualität digital entwickelt und angepasst werden.
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